Auf Grund der Korona-Krise finden bis auf Weiteres keine Gruppentherapien statt

Achtsamkeitsbasierte Gruppentherapie (Verhaltenstherapie)
basierend auf dem Konzept  „Mindfulness-Based Cognitive Therapy“ (MBCT)
von John Teasdale u.a.

Die achtsamkeitsbasierte Gruppentherapie ist als Kurzzeittherapie konzipiert und beinhaltet sowohl Achtsamkeitsübungen als auch das Erlernen eines achtsamen Umganges mit schwierigen Gedanken und Themen. Das Therapiekonzept ist auf die Behandlung von chronischen Depressionen, generalisierten Ängsten, emotionalen Stress und chronischen Schmerzen ausgelegt.

Nach mehreren Einzelgesprächen startet die Gruppentherapie.

In einer kleinen Gruppen von 3 bis 5 Personen findet einmal wöchentlich ein zweistündiges Treffen statt, in einem Zeitraum von etwa 12 Wochen. Die Treffen bauen thematisch auf einander auf. Daher ist es wichtig, dass Sie regelmäßig teilnehmen.

Die einzelnen Treffen haben einen geregelten Ablauf.

So beginnen wir die Treffen immer mit einer Atemübung, um zur Ruhe zu kommen und richtig anzukommen. Danach können die TeilnehmerInnen ihre Problematiken/Themen einbringen. Es gibt Zeit und Raum für das jeweilige Thema und  die gesamte Gruppe lernt einen achtsamen Umgang damit. Das bedeutet, dass nichts bewertet wird, das Alles einfach nur da sein darf und dass sich die TeilnehmerInnen gegenseitig Anteilnahme schenken. Danach wird eine Achtsamkeitsübung gemeinsam praktiziert.

Im Verlauf der Therapie erlernen die Sie in der Gruppe verschiedene Achtsamkeitsübungen, welche Sie während der Woche unter zu Hilfenahmen der CD`s zu Hause üben werden. Die Achtsamkeitsübungen starten mit achtsamen Körperwahrnehmungsübungen, dem Body Scan und dem achtsamen Yoga. Später erlernen Sie den 3-Minuten-Atemraum (STOP-Innehalten-Wahrnehmen-Sammeln-Ausdehnen und Annehmen) und verschiedene Atemübungen, zunächst als allgemeine Praxis, zum Ende der Therapie hin zur Bewältigung von wiederkehrenden negativen Gedanken und unangenehmer Gefühle.

Nach der Achtsamkeitsübung gibt es noch Zeit für den Austausch und Informationen zu verschiedenen Themen, z.B. Psychoedukationen, ABC-Modell emotionaler Probleme, Identifikation von negativen Gedankenspiralen etc.  

Vor Beendigung der Therapie werden Sie über die typischen Rückfallrisiken bei Depression/Ängsten aufgeklärt und ermutigt, Frühwarnzeichen hierfür bei sich selbst zu erkennen. Der achtsame Umgang mit diesen Frühwarnsystemen wird unter zur Hilfenahme der Achtsamkeitsübungen praktiziert. Es wird ein individueller Selbsthilfeplan erstellt, der sowohl angenehme Aktivitäten als auch Bewältigungshandlungen und die Unterbrechungsmöglichkeiten von depressivem Grübelverhalten enthält. Als Rückfallvorbeugung für wiederkehrende depressive oder ängstlichen Episoden vermittelt dieser Plan einen aktiven Ausstieg aus dem Grübelprozess, unterbricht den passivem Rückzug bzw. die Vermeidung unangenehmer Gefühle und fördert fehlende Selbstfürsorge und Selbst-Verantwortlichkeit.

 

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positive Wirkung der achtsamkeitsbasierten Verfahren insbesondere bei chronisch depressiven und ängstlichen Erkrankungen und bei chronischem Schmerzerleben.